Sie befinden sich hier: Die Stadt  |  Kultur  |  Marktrichtertage
Waldkirchner Marktrichtertage
 

Seit 1979 finden in Waldkirchen die "Marktrichtertage" statt, Am 05. und 06. Juli 2014. Dieses Fest erinnert an die Zeit, als Waldkirchen zum Fürstbistum Passau gehörte. Der damalige Markt hatte vor allem durch den „Goldenen Steig“, dem alten Salzhandelsweg von Passau nach Böhmen, seine erste Blütezeit.

 



Von 1220 bis zur Säkularisation 1803 war der Fürstbischof von Passau oberster weltlicher und geistlicher Herr seines Fürstbistums. Mit den Marktrechten im Jahr 1285 erhielt Waldkirchen vom Passauer Fürstbischof auch eine eigene Gerichtsbarkeit. Am Waldkirchner Marktplatz stand einst ein Pranger, an den Verurteilte für eine bestimmte Zeit gekettet werden konnten. Als weitere Verhör- und Strafinstrumente standen dem hiesigen Richter Daumenschrauben, „Geige“, Hand- und Fußschellen sowie Ketten zur Verfügung.
Der Marktrichter wurde vom Fürstbischof eingesetzt und hatte in etwa die Aufgaben eines Bürgermeisters. Der Richter übte sein Amt unter dem Beisitz von sechs Ratsgeschworenen aus. Bei der alljährlich durchgeführten „E’haft“ (Ehehaft-Sitzung - vom germanischen „Ewa,Eha“ = Gesetz) wurden rechtliche, polizeiliche und gemeindliche Angelegenheiten behandelt. Alle Bewohner hatten daran teilzunehmen.

Bei der Ehehafts-Sitzung am 14. Mai 1782 wurden 22 Ehehafts-Punkte verlesen. Aus diesen Unterlagen und aus dem Pfarrarchiv von Waldkirchen werden zum Teil die Fälle herangezogen, die bei den Marktrichtertagen aufgeführt werden.

Mitglied werden beim Marktrichterverein

Beitrittserklärung download
Marktrichter-Tage 2014 download

 Home  Ansprechpartner  Newsletter  Webcam  Impressum